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135. HANNE-Treffen ''Digitale Gesellschaft/Die Macht der Computer" am Samstag. 27. September in der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Der Wandel zur digitalen Gesellschaft verändert unser Leben. Die digitale Kommunikation birgt große gesellschaftliche Möglichkeiten. Gleichzeitig sind Worte wie Datenklau, Cyberkrieg und Überwachung allgegenwärtig und verunsichern. Es wird immer deutlicher, dass die Technologien, die der digitalen Gesellschaft zu Grunde liegen, auch zu deren Nachteil missbraucht werden können.

Wie kann ich mich und meine Bürgerrechte im digitalen Raum schützen? Wie verteidigen wir das demokratische Potenzial des freien Netzes gegen Kontroll- und Vermarktungsinteressen? Diese Fragen werden von Experten in vier kurzen Vorträgen mit anschließender Diskussion beleuchtet.

Digitale Kommunikation

Erik Flick (wiss. Mitarbeiter der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Jürgen Kunert (ITEE) (Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.)

Wie hat sich unsere Kommunikation durch die Digitalisierung, aber erst recht seit Facebook und Snowden verändert, wie sollte sie sich verändern? Wir geben einen kurzen Überblick über die Maßnahmen, die heute fast jede(r) ergreifen kann, um mit Angehörigen, Freunden, Kollegen und anderen verschlüsselt und unerkannt, statt totalüberwacht, zu kommunizieren und sich vor dem illegalen Zugriff durch Dritte zu schützen. Ebenso erläutern wir an Hand von Beispielen, wie „man“ heute kommuniziert und wie „man“ lieber nicht kommunizieren sollte.

Digitale Überwachung

Ulrich Kühn (Mitarbeiter des Hamburgischer Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit)

Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI)  berät in allen Fragen zum Datenschutz, unterstützt bei der Wahrnehmung Ihrer Informationszugangsrechte und hilft bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. Der HmbBfDI kontrolliert die Verwaltung und die Wirtschaft in Hamburg und hat für seine Prüfungen ungehinderten Zugang zu allen Behörden, datenverarbeitenden Firmen und Einrichtungen. Diese sind verpflichtet, auf seine Fragen zu antworten.

Das Netz kennt uns besser als wir selbst -- Fremdbestimmung 2.0?

Thema ist dabei die Gefahr durch die immer größere Erfassung und Speicherung von Daten über den Einzelnen aus allen Lebensbereichen: Mediennutzung, Kauf- und Bezahlverhalten, Kameraaufnahmen, Aufenthaltsorte, Körperfunktionen, Interessen etc. Was kann der Einzelne, was kann die Gesellschaft tun, um diesen Gefahren zu begegnen?

Digitaler Krieg

Thomas Reinhold (Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg)

Das Forschungsgebiet der eigenständigen Forschungseinrichtung ISFH Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg sind Friedenswahrung und Sicherheitsvorsorge die sich wechselseitig bedingen. Sie können nicht unabhängig voneinander verfolgt werden. Deshalb orientiert sich die Institutsarbeit am Postulat einer sowohl leistungsstarken wie konsequent friedensverträglichen Sicherheitspolitik.

Krieg im Cyberspace? - Technische und politische Aspekte der militärischen Aktivitäten im Internet

Spätestens seit Stuxnet ist der Begriff des Cyberwar in aller Munde und die Enthüllungen Edward Snowdens haben ihren Teil zur wachsenden Sorge vor kriegerischen Auseinandersetzung im und über das Internet beigetragen. Doch wie realistisch in ein Krieg im Cyberspace? Vor diesem Hintergrund soll sich der Vortrag der Frage widmen, wie sich Staaten auf die Bedrohungen im Cyberspace vorbereiten, mit welchen Mittel sie ihre sicherheitspolitischen Ziele verfolgen und welche Gefahren sich aus dieser Entwicklung einer zunehmenden Militarisierung des Cyberspace für die internationale Sicherheit ergeben.

Thomas Reinhold arbeitet als Wissenschaftler am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und betreibt unter cyber-peace.org eine Webseite, auf der er sich der Analyse der Vorfälle im Cyberspace und den drohenden Problemstellungen einer Militarisierung des Cyberspace widmet.

Digitales Recht

Daniela Kirf-Busenbender (intersoft consulting services AG)

Das Internet ein „rechtsfreier Raum“?

Die vermeintliche Anonymität im Internet bewegt viele Nutzer dazu, sich gedankenlos im Netz zu bewegen und die mannigfaltigen Möglichkeiten, die dieses Medium zweifelsohne bietet unreflektiert zu nutzen.

Dieser Kurzvortrag beleuchtet einige Problem-/Risikofelder aus rechtlicher Sicht und gibt einen kleinen Überblick über die zu beachtenden rechtlichen Aspekte bei der Nutzung des Internets. Zusätzlich werden die Rechte des Einzelnen und ihre praktischen Durchsetzungsmöglichkeiten anhand von einzelnen konkreten Beispielen dargestellt.

Rechtsanwältin Daniela Kirf-Busenbender ist Senior Consultant für Datenschutz und IT-Compliance bei der Firma intersoft consulting services AG und ist bereits seit vielen Jahren als Rechtsanwältin im Bereich IT-Recht, Gewerblicher Rechtsschutz, Arbeitsrecht und Medienrecht tätig.


DatumSamstag, 27. September 2014

Vortrag13:00 - 16.00 Uhr, anschließend "Get-together"

OrtHochschule für Angewandte Wissenschaften, Gebäude Berliner Tor 5, Seminarraum 3.14, Hamburg
Anfahrtskizze

Kostenkeine

AnmeldungDie Plätze sind begrenzt - bitte melden Sie sich rechtzeitig an.


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